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17.03.2022

Lydia Ventker, Moritz Kaase und Sven Pieper hatten ein erfolgreiches Wochenende

Gütersloh (man). Nach dem Nachwuchs sind nun auch die weitere Elitefahrer des RSV Gütersloh erfolgreich in die Saison gestartet. Während Lydia Ventker im belgischen Stalhille nach ihrem Sieg auf Mallorca als Neunte bereits die zweite Auslands-Platzierung heraussprintete, setzte Bahnspezialist Moritz Kaase beim quantitativ und qualitativ gut besetzten Eliterennen im holländischen Schijndel nördlich von Eindhoven als 17. einer Verfolgergruppe ein Ausrufezeichen. Der Nachwuchs des RSV Gütersloh bestaunte beim dritten Lauf zum 10. Alpecin-OWL-Nachwuchs-Cup auf der Automobiltest-Strecke am Bilster Berg in Bad Driburg erst die schnellen Rennwagen und machte sich dann mit guten Leistungen ein Bild von dem Kurs, auf dem am 18. April die NRW-Bergmeisterschaften ausgetragen werden. Das nachgeholte Finale im NRW-Cross-Cup nutzte Sven Pieper um die Zeit bis zu den ersten MTB-Rennen zu überbrücken. Mit deutlichem Vorsprung gewann der Deutsche Vize-Meister das Rennen der Masterklasse 2.

Im belgischen Stalhille zeigte Lydia Ventker von Beginn an eine offensive Fahrweise und sprang mit allen Fluchtgruppen mit. Weil das Feld aber alle Ausreißer wieder stellte setzte die Kapitänin des Frauen-Teams des RSV Gütersloh nicht mehr allen Gruppen nach und verpasste nach 40 km die entscheidende siebenköpfige Fluchtgruppe. „Zu diesem Zeitpunkt war das Fahrerfeld bereits von 100 auf 50 Fahrerinnen reduziert“, berichtete Ventker von einem Ausscheidungsfahren bei hohem Tempo und mit viel Windkante. Gut 20 km vor dem Ziel konnte sich Ventker mit einer weiteren Fahrerin vom Feld lösen und eine Verfolgergruppe initiieren, die in der Folgezeit durch einige Profis auf sieben Fahrerinnen anwuchs. Als Zweite der Verfolger freute sich die 35-jährige RSVerin über Rang neun in der Gesamtwertung. „Das war auf jeden Fall mal wieder gut in so einem großen Feld zu fahren“, freute sich die Düsseldorferin.

Nach zwei Jahren Rennpause auf der Straße feierte Bahnspezialist Moritz Kaase im niederländischen Schijndel, 30 km nördlich von Einhoven, ein gelungenes Comeback. Nach 94 km sprintete der RSVer auf dem 2 km Rundkurs aus der Verfolgergruppe unter insgesamt 140 Rennfahrern auf den 17. Platz. Bei einem unruhigen und schnellen Rennverlauf setzte Kaase zur Rennmitte mit einer 15-köpfigen Verfolgergruppe acht Ausreißern nach und holte diese schnell ein. „Das war ein Kraftakt. Ich bin viel Führung gefahren und habe immer wieder Lücken geschlossen. Mir war es wichtiger, dass die Gruppe gut läuft als die Platzierung im Ausland“, erklärte der gebürtige Bielefelder. Aufgrund der hochklassigen Konkurrenz und des Rennverlaufs tankte Kaase dank seiner guten Leistung bei eingeschränkter Trainingszeit aufgrund des Vollzeit-Jobs viel Selbstvertrauen und freute sich über den gelungenen Saison-Einstand.

Mit dem forschen Anfangstempo der Konkurrenz hatte Sven Pieper zu Rennbeginn beim Finale des NRW-Cross-Cup in Radevormwalde seine Probleme. „Ich bin gut gestartet, aber die anderen waren einfach schneller“, erklärte Pieper überrascht, weshalb er erst als Fünfter von der Startgeraden ins Gelände einbog. Nach ein paar Kurven hatte sich der 44-jährige Langenberger aber eingerollt und nutze die erste lange Geraden um mit hohem Tempo an der Konkurrenz vorbeizufahren. „Ich habe das Tempo dann weiter angezogen um mich frei zu fahren und anschließend das Rennen von der Spitze kontrolliert“, erklärte Pieper. „Das hat bei dem sonnigen Wetter echt Spaß gemacht, aber es fehlt doch noch etwas an Form“, erklärte der RSVer.