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10.06.2022

Kaase klasse: Heimsieg bei 41. Nacht

41. Gütersloher Abendradrennen „Stadtwerke Citynacht“
Von Stefan Herzog (Die Glocke)
Gütersloh (gl). Mit einem glanzvollen Comeback ist das Gütersloher Abendradrennen am Samstag nach zwei Corona-Absagen zurück in die Herzen der in die Tausende gehenden Radsportfans gerast.
Der Heimsieg von Moritz Kaase im Trikot des Ausrichters RSV Gütersloh krönte um 22.40 Uhr die gut vierstündige Veranstaltung. Der knappe Sprintsieg des 28-jährigen Lokalmatadors im Dernyrennen über 30 Runden (gleich 30 Kilometer) vor Johannes Hodapp dem einzigen KT-Profi, der bis zur U19 ebenfalls für den RSV startete, war so etwas wie der verdiente Lohn für den Radsportverein.
Der aufgrund seiner großen Erfahrung als Bahnfahrer oft hinter Dernys startende Kaase durfte dabei hinter seinem angestammten und ebenfalls aus Bielefeld kommenden Schrittmacher Matthias Acker fahren und jubelte bei seinem fünftem „Nacht-Start“ über den ersten Sieg. „Als Johannes Hodapp fünf Runden vor Schluss attackierte, wusste ich, dass ich mitgehen muss, weil er der stärkste Fahrer ist. Ich weiß, dass ich am Ende noch sprinten kann. Aber es war eng und ist optimal gelaufen“, freute sich Kaase über den prestigeträchtigen Erfolg in seinem 10. Jahr im Trikot des RSV.
Das hat Johannes Hodapp nach der U19 ausgezogen und ist nach vier Jahren im KT-Profiteam Sauerland mittlerweile für Trek Leopard (Luxemburg) aktiv. „Ich war etwas eingebaut“, bilanzierte der jetzt in Paderborn wohnende Schloß Holter, der bereits im ersten Elite-Rennen, dem Kriterium über 40 Runden, auf den zweiten Platz gefahren war und im Ziel lautstark von einem Fanclub begrüßt wurde.
Als Profi, der am Montag beim 180-km-UCI-Rennen Paris-Troyes startet und dann die Oberösterreich-Rundfahrt fährt, ist Hodapp lange kein Rundstreckenrennen mehr gefahren. „Das letzte bisschen hat im Zielsprint gefehlt“, so Hodapp mit Blick auf den Tacho, der einen Schnitt von 46 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 54 km/h anzeigte.
Der Radsportverein Gütersloh um die drei Hauptorganisatoren Hans-Jörg Eggert, Richard Riepe und Malte Beversdorff hatte das Rennen nach drei Jahren mit einigen Neuerungen und bei bestem Wetter zurück auf den Kurs mitten durch die Innenstadt gebracht. Geblieben ist dabei die gelungene Mischung aus Spitzensport und etwas Spektakel durch die Dernys, dem Anfängerrennen oder den „Mopeds“ im Beiprogramm.
Genau diese Mischung gelang auch dem Sprecherduo Henning Tonn und Boris Maiorino, das die Zuschauer mit viel Fachwissen informierte und mit Sprüchen, Frotzeleien und Wortspielen unterhielt. Chapeau. Foto: Werner Möller