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19.09.2011

Nach 15 Jahren Wettkampfpause ein gelungenes Comback für Martin Karweger

Nach 15 Jahren Wettkampfpause hat der Rheda-Wiedenbrücker Martin Karweger (RSV Gütersloh) beim Ostseeman ein beeindruckendes Comeback gefeiert. Nach 3,8 km Schwimmen in der Flensburger Förde (Ostsee), 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen belegte der 49-jährige Rheda-Wiedenbrücker Berufsfeuerwehrmann in 10:51:44 Stunden den 95. Platz unter 500 Startern und den 16. Rang in der Altersklasse TM45. „Bevor ich 50 werde, wollte ich unbedingt noch einmal einen Ironman machen“, erklärte der Wiedenbrücker, der in den 90er Jahren zu den ersten und besten Ironman aus dem Kreis Gütersloh gehörte. Viermal finishte Karweger in Roth, einmal in Schwerin, zweimal beim Bodensee-Triathlon (Ironman) und dreimal bei der inoffiziellen Duathlon-Weltmeisterschaft in Zofingen. „Es ist gut gelaufen und ich habe wieder Blut geleckt. Im nächsten Jahr starte ich in der TM50 und dann möchte ich noch einmal angreifen“, verspürte Karweger nach dem Ostseeman eine wieder gewonnene Leidenschaft für den Triathlon.

„Das war mein Wetter“, freute sich Karweger über das stürmische und zum teil regnerische Wetter in Glückburg. Eigentlich keine Bedingungen um Bestzeiten zu erzielen, doch Karweger drehte richtig auf. „Beim Schwimmen bin ich aus dem letzten Drittel gestartet um dem Gedränge und den Tritten aus dem Weg zu gehen. Dann habe ich nach vorne gearbeitet. Bei dem Wellengang hatte ich durch die drei Teilnahmen am Nordseeschwimmen von Langeoog nach Benser Siel Vorteile“, so der 49-jährige Wiedenbrücker, der in 1:16:27 Stunden unter seiner eigenen Vorgabe blieb. Dabei hatte Karweger in der Vorbereitung den Schwerpunkt auf Laufen (1.100 km) und Radfahren (7.000 km) gelegt und das Schwimmen etwas vernachlässigt. Auf dem Rad drehte Karweger bei widrigen Bedingungen richtig auf und machte auf dem schweren, weil hügeligen und verwinkelten Kurs bei stürmischen Wind in 5:29:50 Stunden zahlreiche Plätze gut. „Der Radkurs war von der Topgrafie mit der Stromberger Schweiz vergleichbar. Für mich ist der Ostseeman von landschaftlich der schönste Strecke, kein Vergleich mit Roth“, so Karweger. Nicht so gut lief es beim abschließenden Marathon. In 4:05:26 Stunden blieb Karweger über seiner eigenen Zielvorgabe. Wegen Rückenproblemen nach einem früheren Bandscheibenvorfall musste der RSVer in der direkten Vorbereitung drei Wochen pausieren und verlief sich dann auch noch um gut 600m beim Wechsel in die nächste Laufrunde. „Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Eigentlich war mein Ziel nur ein Mittelfeldplatz“, so Karweger, der als Vorbereitung die Mitteldistanz beim Harsewinkeler TriSpeed-Triathlon absolviert hatte. „Gefreut hat mich, dass ich schneller war als zwei Staffeln der Feuerwehr Flensburg“, erklärte der Wiedenbrücker, der eine Ironman-Bestzeit von 9:26 Stunden (Roth 1992) zu Buche stehen hat. Den Sieg sicherte sich der Vorjahressieger Christian Nitsche, der angesichts der widrigen Bedingungen in 8:35:58 Stunden deutlich über seinem eigenen Streckenrekord von 8:27:10 Stunden aus dem Vorjahr blieb. Bei den Frauen belegte die Verler Siegerin und Titelverteidigerin Dörte Siebke (M3S Hamburg) in 10:27:31 Stunden den zweiten Platz hinter Nicole Woysch (9:43:17 Std., TriSport Saar-Hochwald). Eine starke Leistung lieferte auch Christopher Breulmann ab. Der Rennfahrer des „Gütersloher Volvo Markötter-Team“ fuhr in 4:36:51 Stunden eine der schnellsten Radzeiten und belegte als Radfahrer der Staffel Coesfeld in 9:26:29 Stunden den zehnten Platz in der Staffelwertung. Kreis Gütersloh (man).