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Unsere Veranstaltungen:

Stadtwerke-City-Nacht 2. Juni 2017:
Kaase fährt beherztes Rennen

Von Uwe Kramme und Wolfgang Temme in der Neuen Westfälischen

 

Neue Westfälische - Kaase fährt beherztes Rennen (PDF-Dokument, 2.2 MByte)

 

Gütersloh. Moritz Herzog war gestern Abend der erste Sieger beim 38. Internationalen Abendradrennen in Gütersloh.
„Ich bin eben Allrounder“, sagte der 13 Jahre alte Handballer der HSG Gütersloh strahlend, als er beim Anfängerrenen
aus der letzten Startreihe an Lars Rottstock und seinen Bruder Kalle Herzog, beide sieben Jahre alt, vorbei gefahren war.


„Letztes Jahr hat hier aber auch etwas gefehlt“, stellte Henning Schulz in seinem Grußwort an die bereits dicht gedrängt an der Zielgeraden
auf der Berliner Straße stehenden Zuschauer fest. Kirmes, Weinmarkt Radrennen – obwohl an diesem Pfingstfreitag eigentlich im Eröffnungsstress
– genoss der Bürgermeister den fröhlichen Auftakt.


Ralf Libuda, der Geschäftsführer der Stadtwerke, die als neuer Sponsor die Neuauflage dieses so traditionsreichen Radrennens überhaupt
erst möglich gemacht hatten, sah sich da schon bestätigt: „Denn wir wollten ja twas für die Infrastruktur dieser Stadt tun.“
Überhaupt nicht im Stress war zu Beginn der ersten Stadtwerke City-Nacht Simon Geschke. Der im Giro d’Italia gestählte Profi („Ich bin die
Strecke nur einmal abgegangen“) verzichte sogar darauf, sich warmzufahren. „Mein Schrittmacher hat gesagt, er passt aufmichauf“, erklärte der
31-Jährige, der nach dem Abschluss der Italien-Rundfahrt letzten Sonntag „kaum noch auf dem Rad gesessen“ hatte, und erst am Sonntag in das
Vorbereitungstraining für die im Juli beginnende Tour de France einsteigen will.


Wie locker Geschke hinterdem erfahrenen Bielefelder  Dernypiloten Christian Dippel den 3. Platz im ersten Derny-Vorlauf über 25 Runden
gleich 25 Kilometer herausfuhr, bestätigte die Einschätzung von Moritz Kaase. „So einer ist doch in einer ganz anderen Liga unterwegs als wir,
auch wenn er nicht oft Dernyrennen fährt. Natürlich ist das ein ganz besonderes Erlebnis, gegen so einen Profianzutreten.“ Für den Lokalmatadoren
(„Ein Autogramm hole ich mir nicht, aber vielleicht einen Tipp“) ging indes eine große Hoffnung in Erfüllung.

„Vielleicht reicht es ja, dem Geschke ein Schnippchen zu schlagen.“ Tatsächlich beendete der RSV-Fahrer den ersten Derny-Vorlauf vor dem erfahrenen
Profi des Teams Sunweb. Deshalb konnte der 23-Jährige leicht verschmerzen, dass er im Schlussspurt von Christian Schweitzer (Team Sauerland)
auf den zweiten Platz verdrängt worden war. Außerdem fuhren der Prager Jiri Nesveda und Thorsten Koep (Team Embrace) ins Finale.


Den zweiten Vorlauf entschied Gregor Hoops (Bike Market) vor dem belgischen Profi Jenthe Biermanns (Katjusha-Alpecin für sich. Lucas
Liß (rad-net-Rose-Team), der Ex-Gütersloher Alexander Nordhoff (Blitz Spich) und Jan Dieteren (Leopard Cycling) begleiteten die beiden ins Finale.
Für den RSVer Yannick Winkelmann reichte es dazu nicht ganz. er kam nicht über den 8. Platz hinaus. Nachdem Hoops („Dicke Beine, nichts geht mehr“) zugunsten
von Tino Thömel (Bike Aid) auf einen Finalplatz verzichtet hatte, ging die wilde Hatz los. Lucas Liß setzte sich dabei vor den Profis Geschke und Biermanns
durch. Vierter wird der beherzt fahrende Moritz Kaase.

 

Ergebnisse

 

Ergebnisse des 38. Gütersloher Abendradrennen am 2. Juni 2017

 

Rennen: 3.1, Kategorie: 6.10, Klasse(n): Junioren U19 – BITel-Junior-Race

Typ: Rundstreckenrennen

Länge: 20 km und 15 km

 

 

Ablaufplan 2017

Keine City-Nacht in 2016

In diesem Jahr wird es an Pfingsten kein Abendrennen in Gütersloh geben. Wir setzen alles daran, die Tradition schon in 2017 fortsetzen zu können.



Gütersloher Radsport-City-Nacht droht auszufallen

 

Quelle: NEUE Westfälische, Uwe Kramme

 

Die Volksbank hat den Sponsorenvertrag mit dem RSV Gütersloh nicht verlängert

 

Gütersloh. 37 Jahre lang waren die Volksbank und der RSV Gütersloh zufriedene Partner, die mit der "City-Nacht" ein Radport-Spektakel ausrichteten, das am Pfingstfreitag einige tausend Besucher in die Innenstadt lockte. "Die Zusammenarbeit ist jedoch nach der letzten Veranstaltung beendet worden", informierte Michael Leonhardt gestern auf einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten von BITel, das in den letzten City-Nächten als Co-Sponsor unter anderem das Jugendrennen ermöglichte. Der Vorsitzende des Radsportvereins dankte dem langjährigen Partner Volksbank für sein wertvolles Engagement.

Kein Sponsor, keine Radsport-City-Nacht 2016 - auf diese Gleichung ließen sich Leonhardt und Hansi Eggert allerdings noch nicht ein. "Natürlich wäre für uns alles einfacher, wenn jetzt ein neuer Sponsor einspringen würde", führte der Verantwortliche für Rennen und Rennsport im RSV Gütersloh aus. "Aber ob wir das Cityrennen veranstalten oder nicht, ist keineswegs nur eine Frage des Geldes."

Im Verein würde derzeit auch das Konzept dieses schon wegen des notwendigen Sicherheitsdienstes aufwendigen Radrennens überdacht. "Können wir so weitermachen? Wollen wir die Veranstaltung mehr auf unseren starken Nachwuchs oder die Masterfahrer zuschneiden? Was können wir tun, um bei der Entwicklung des Radsports zu immer mehr Event attraktiv zu bleiben?" Eggert stellte gleich einige Fragen in den Raum.

Leonhardt, der auf der Jahreshauptversammlung des RSV im März nicht noch einmal als Vorsitzender kandieren und den Weg für seinen bisherigen Stellvertreter Gerd Proske frei machen wird, stellte aber auch klar, dass alle RSVer mit viel Herzblut an der City-Nacht hängen. "Denn natürlich ist es ein schönes Gefühl und wichtig für den Verein, wenn unsere Jungs in Gütersloh unser Trikot zeigen."

Die Volksbank-City-Nacht ist tot, es lebe die BITel-City-Nacht? "So einfach geht es leider nicht", gab Klaus Hölscher zu. "Die Kosten wären für uns zu hoch, zumal wir ja auch noch an anderen Standorten und in anderen Sportarten Sportsponsoring betreiben", räumte der Marketingleiter dieser Gesellschaft für Telekommunikation ein.

"Der RSV hat dieses Rennen ja nicht nur für Fahrer und Zuschauer veranstaltet, sondern auch, damit etwas für den Vereinsetat übrig bleibt", erklärte Leonhardt. An der Saisonplanung würde sich aber nichts ändern, wenn die City-Nacht 2016 ausgesetzt würde.

"Wenn wir sie jedoch veranstalten wollen, müssen wir uns bis etwa Ende Januar entschließen", machte Eggert ein Zeitfenster auf. Das Rennen dann noch zu organisieren, sei kein Problem, zumal der Termin, der 13. Mai, im Rennkalender für Nordrhein-Westfalen eingetragen worden und damit vor Konkurrenzveranstaltungen geschützt sei. "Aber ohne Sponsor geht es natürlich nicht."

 

Copyright © Neue Westfälische 2015

 

 

Volksbank City-Nacht 2015 - 22. Mai 2015

Das 37. Abendrennen in der Gütersloher Innenstadt

 

Bericht 1. der Neuen Westfälischen Zeitung (PDF, ca. 2 MByte)

Bericht 2. der Neuen Westfälischen Zeitung (PDF, ca. 2 MByte)

 

Von Uwe Kramme & Wolfang Temme. Gütersloh. Alexander Nordhoff hat in der 37. Volksbank- City-Nacht des RSV Gütersloh einen überraschenden Heimsieg gefeiert. Der 25-Jährige setzte sich im Finale der besten zwölf Fahrer in den ebenfalls hinter Dernys ausgetragen Vorläufen vor Lucas Liß und Daniel Westmattelmann durch. Der Blick von Michael Leonhardt schweifte zufrieden übber die längs der Berliner Straße bis weit in die Kökerstraße hinein dicht gedrängt an der abgesperrten Strecke stehenden Zuschauer: „Klasse Rennen, eine tolle Atmosphäre, wieder eine sehr gelungene Veranstaltung“, schwärmte der Vorsitzende nach dem 37. Abendrennen seines RSV Gütersloh. In dieser Kurve war auch gut zu beobachten, wie wichtig die Abstimmung zwischen Schrittmacher und Fahrer bei Dernyrennen ist. „Der Schrittmacher muss bremsen, der Fahrer ist schneller und sollte schon beim Anfahren der Kurve Tempo rausnehmen, um dran zu bleiben, ohne den Kontakt zu verlierenund wieder antreten zu müssen“, erklärte „Renndirektor“ Hansi Eggert die Feinheiten eines Dernyrennens. Ein Paar, bei dem Abstimmung und Renntaktik bestens funktionierten bildeten der Gütersloher Frank Schiffner und Lucas Liß. Im Vorlauf der Eliteklasse rollte der Cratch- Weltmeister lange im Feld mit, eheer ernstmachteunddenLauf mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 51 km/h gewann. „Der Liß ist Bahnfahrer, trainiert häufig hinter Dernys und kann das vielleicht am besten von allen hier“, sah Eggert seinen Siegertipp bestätigt. „Und er hat den richtigen Mann vorne“, grinste Fiffi Schiffner. Für den Gütersloher und dem schnellen 23-Jährigen vom Radnet- Rose-Team an seinem Hinterrad ging gestern übrigens ein Traum in Erfüllung. „Lucas kürzlich verstorbener Vater Lucjan war einmal mein Trainer und wir haben immer davon gesponnen, dass ich seinen Kleinen mal führe.“ Alexander Nordhoff, der als Vierter des Elite-Vorlaufs in das ebenfalls über 30 Runden ausgetragene Finale sprintete, erkannte die Klasse von Liß neidlos an. „Wir trainieren ja auch nicht wenig, aber vielleicht ist es ja auch das überragende Talent, das letztlich den Ausschlag gibt. Lucas Vater war ja auch schon ein ganz Großer.“ Weil es wie erhofft für den Einzug ins Finale gereicht hatte, war Nordhoff allerdings bestens zufrieden. „Allerdings wurde es nach hinten heraus richtig schwer, denn das Tempo war von Anfang an brutal hoch.“ Christoph Dargatz, den Leonhardt und Eggert gerne als zweiten RSV-Elitefahrer im Endlauf gesehen hätten, musste dem Höllenritt auch seinen Tribut zollen und sich mit dem achten Platz zufrieden geben, obwohl er mit Nordhoff gleich vorne weggefahren war. Gesundheitlich angeschlagen, fiel der Lokalmatador aber allmählich immer weiter zurück. Dafür schafften gleich zwei Masterfahrer des RSV Gütersloh den Sprung ins Finale. Andreas Jung kam als Vierter seines Vorlaufes weiter, obwohl wesentlich härter gefahren worden sei als im Vorjahr. „Aber ein paar Körner habe ich noch“, sagte der RSV-er und rechnete sich für den Vergleich mit den Elitefahrern durchaus Chancen aus. „Es kann ja sein, dass sich die Jungen schneller erholen als wir, aber dafür haben wir die Erfahrung und Kurven fahren können wir auch.“ Stefan Wittwer, der mit hängender Zunge Vorlaufachter geworden war, profitierte vom Verzicht der beiden vor ihm ins Ziel gerollten Fahrer, obwohl er „kein Rennen mehr“ brauchte.

 

Vorab-Informationen

Das 37. Abendrennen in der Gütersloh Innenstadt wird auf dem traditionellen Rundkurs über Berliner-, Köker-, Kaiser-, Kirch- und Münsterstraße führen. Im wesentlichen wird das Konzept vom Vorjahr übernommen werden. Der erste Start für die Talent-Sichtung wird um 19.30 Uhr von Frau Bürgermeisterin Maria Unger gegeben.

Konzept von 2014 wird fortgeführt: kurze "Etappen", viel Derny und ein Jugend-Rennen

Das traditionsreiche Abendradrennens, die Volksbank-City-Nacht, geht in die 37. Austragung.
Am Pfingstfreitag, 22. Mai 2015 wird die "Radnacht" die im letzten Jahr erstmals angewendete Struktur von jeweils ca. halbstündigen Rennen fortsetzen.
Es werden jeweils 12 Master- und 12 Elite-Rennfahrer (darunter je zwei oder 3 RSVer) 30 Runden hinter Dernys fahren.

Die jeweils besten sechs davon treten um ca. 21.40 Uhr zum großen Dernyfinale gegeneinander an und ermitteln dort den Sieger der Nacht. Viele kurz(weilig)e, halbstündige Blöcke, darunter eine Talent-Sichtung und ein Jugendrennen mit den starken RSV-Nachwuchsfahrern, prägen die Veranstaltung. So bietet die "Nacht" mehr Sicherheit, mehr Spektakel und spannenden Radsport auf höchstem Niveau.

 

Download: Anfänger-Erlaubnis 2015 (PDF; 7 KByte)


Der Zeitplan für die Volksbank-City-Nacht 2015:

 

R. 1: über 3 Rd. =3 km,  Start: 19:30 Uhr 
Rd.länge: 1,0 KM,
Strecke: Berliner-, Köker-, Kaiser-, Kirch-, Münster-, Berliner-Straße;
Startberechtigt: Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre;
Ehreng.: 10 Urkunden / Ehrengaben;
Bem.: Start mit Vorgabe durch WAV je nach Alter und Fahrradtyp

R. 2: Master 2 über 30 Rd. = 30 km Derny-Rennen Start: 19:45 Uhr
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1;
Bem.: Derny-Rennen für 12 Fahrer nach Wahl - nur diese erhalten eine Bestätigung!
Die ersten 6 qualifizieren sich für das Finale

 

Schrittmacher / Rennfahrer

1) Schrittm: Thorsten Rellensmann
Rennfahrer Nr. 8: Vladi Riha

2) Schrittm.: Klaus Jördens
Rennfahrer Nr. 5: Jörg Grünefeld

3) Schrittm: Sven Harter
Rennfahrer Nr. 2: Christoph Dittrich

4) Schrittm.: Frank Schiffner
Rennfahrer Nr. 4: Carsten Gabriel

5) Schrittm: Lars Rellensmann
Rennfahrer Nr. 12: Stefan Wittwer

6) Schrittm.: Karsten Kirchner
Rennfahrer Nr. 11: Marcus Voss

7) Schrittm.: André Dippel
Rennfahrer Nr. 10: Sven Sussiek

8) Schrittm.: Matthias Acker
Rennfahrer Nr. 9: Frank Schemmer

9) Schrittm.: Gerd Gessler
Rennfahrer Nr. 1: Rainer Beckers

10) Schrittm.: Christian Dippel
Rennfahrer Nr. 7: Dietmar Müller

11) Schrittm.: Carsten Strassmann
Rennfahrer Nr. 6: Andreas Jung

12) Schrittm.: Peter Bäuerlein
Rennfahrer Nr. 3: Bernd Brune

R. 3: Elite KT und A-/B-Klasse über 30 Rd. =30 km Derny-Rennen Start: 20:25 Uhr
Rd.länge: 1.0 KM; Strecke: wie R1;
Bem.: Derny-Rennen für 12 Fahrer nach Wahl - nur diese erhalten eine Bestätigung!
Die ersten 6 qualifizieren sich für das Finale

 

 Schrittmacher / Rennfahrer

1) Schrittm: Thorsten Rellensmann                                                   
Rennfahrer Nr. 29: Stefan Parinussa

2) Schrittm.: Carsten Strassmann                                           
Rennfahrer Nr. 22: Björn Ernst

3) Schrittm: Sven Harter                                                     
Rennfahrer Nr. 27: Philipp Müller

4) Schrittm.: Frank Schiffner                                       
Rennfahrer Nr. 25: Lukas Liss

5) Schrittm: Lars Rellensmann                                               
Rennfahrer Nr. 31: Christoph Schübbe

6) Schrittm.: Karsten Kirchner                                     
Rennfahrer Nr. 23: Falk Hepprich

7) Schrittm.: André Dippel                                            
Rennfahrer Nr. 32: Daniel Westmattelmann

8) Schrittm.: Matthias Acker                                       
Rennfahrer Nr. 24: Danie lKlemme

9) Schrittm.: Gerd Gessler                                                    
Rennfahrer Nr. 21: ChristophDargatz

10) Schrittm.: Christian Dippel                                      
Rennfahrer Nr. 28: AlexanderNordhoff

11) Schrittm.: Peter Bäuerlein                                               
Rennfahrer Nr. 30: Ole Quast

12) Schrittm.: Klaus Jördens                                                     
Rennfahrer Nr. 26: Frank Lütters



R. 4: Jugend U17 über 30 Rd. = 30 km Rundstreckenrennen Start: 21:00 Uhr
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; BITel-Jugend-Race,

R. 5: Finale der Volksbank-City-Nacht über 30 Rd. =30 km Derny-Rennen Start: 21.40 Uhr
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; Derny-Finale für die jeweils ersten 6 Fahrer der Vorläufe - gemeinsame Wertung!

 

Volksbank City-Nacht 2014 - 06. Juni 2014

Das 36. Abendrennen in der Gütersloher Innenstadt

 

Bericht: Uwe Kramme & Wolfgang Temme

Gütersloh. Die 39. Volksbank-City-Nacht des RSV Gütersloh war spannend und lang.
Sogar zu lang, um bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe den Sieger zu ermitteln.
Wegen eines schweren Sturzes im Rennen der U19 wurde der Start des Finales mehrfach
verschoben. Der erste Gewinner in der 39. Gütersloher Radsport-Nacht hieß Kalle Herzog.

Dem Vierjährigen, der sich im „Fette-Reifen-Rennen“ für Anfänger abstrampelte, flogen die Herzen
der weiblichen Zuschauer („Der ist süß, den nehm ich mit“) zu. Die Blumensträuße für die Sieger gingen
jedoch an Timo und Katharina Jung. Die Geschwister sind familiär vorbelastet. Ihr Vater Andreas Jung
kurbelte anschließend für den RSV Gütersloh in der Mastersklasse mit. „Hoffentlich holt der nicht auch noch
einen Strauß“, bangte Mutter Nadja Jung am Streckenrand. „Denn ich weiß gar nicht, wo ich mit den vielen Blumen hin
soll, wir sind nämlich mit dem Wohnmobil da und wollen in den Urlaub durchstarten.“ „Da besteht keine Gefahr“,
stellte der 42 Jahre alte, ehemalige Bundesligafahrer fest, als er sich als Sechster im Vorlauf der Seniorenklasse so gerade
noch für das Finale qualifiziert hatte.

Während Jung („Das war ein höllisches Tempo“) zunächst abgewartet hatte und in der Schlussphase des Rennens in die
Spitzengruppe hineingefahren war, hatte es sein Mannschaftskamerad Guido Helmer mit einer anderen Taktik probiert.
Der als „Tempobolzer“ bekannte RSV-Neuzugang war vom Start weg mit Vollgas losgebrettert und bis zur Halbzeit des
Rennens vorne gewesen, ehe er vom Feld geschluckt wurde. „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt“,nahm Helmer sein
Vorlauf-Aus gelassen hin.

Zu den Gewinnern zählte sich auch Michael Leonhardt, als er mit Wohlgefallen auf die schon früh am Abend dicht gedrängt
in der Kurve Berliner Straße/Kökerstraße stehenden Zuschauer schaute. „Das ist unserem neuen Veranstaltungskonzept
geschuldet, mehr Rennen, mehr Abwechselung, mehr Interesse“, stellte der Vorsitzende des RSV Gütersloh fest.
Erstaunt registrierte Leonhardt dabei, dass sich nicht nur die Radsportexperten am Streckenrand mit dem neun Modus
vertraut gemacht hatten. „Wir wollen ehrlich sein, es liegt nicht nur am neuen Konzept, dass wir so viele Zuschauer
haben“, räumte Hansi Eggert ein. „Das gute Wetter spielt eine entscheidende Rolle“, gab der RSV-Geschäftsführrer zu,
sah den Radsportverein mitdem steten Wechsel von Jugendrennen und Dernyvorläufen bis zum Finale aber grundsätzlich
auch auf dem richtigen Weg. „Bei einem sechzig Runden langen Rennen, weißt du doch irgendwann nicht mehr, was du
noch sagen sollst“, fand Streckensprecher Peter Rohde ebenfalls Gefallen am neuen Konzept. „Außerdem, dieser
enge Kurs ist doch nichts für große Fahrerfelder. Wegen der Stürze hatte es doch in den letzten Jahren immer wieder Unterbrechungen
gegeben, das hat das Rennen unübersichtlich gemacht“, erklärte der Radsportexperte nicht ahnend, dass es im letzten Jugendrennen den
Münsteraner Malte Pallut auf der Kirchstraße schwer erwischen sollte und das Finale verschoben werden musste.

Für das hatten sich mit Paul Voigt („Bei so einer kurzen Distanz gibt es nur eine Taktik – Vollgas“) und Moritz Kaase
gleich zwei Gütersloher qualifiziert. Überlegener Vorlaufsieger wurde Daniel Westmattelmann, der schon einmal für das
Finale sehen wollte, was geht.

 

Bericht von Uwe Kramme und Wolfgang Temme (Neue Westfälische) als PDF-Dokument (400 KByte)

 

Bericht: Wolfgang Temme

Gütersloh. Gleich vier Gütersloher aus dem Volvo-Markötter- Team hatten sich in den Vorläufen für den auf 20 Runden verkürzten Showdown der besten12Fahrer qualifiziert:Mit Andreas Jung (42) und Stefan Wittwer (45) zwei „Oldies“ aus der Masterklasse sowie die beiden Elitefahrer der A-Klasse, Paul Voigt (28) und Moritz Kaase (20). „Unsere Fahrer habennatürlich AdrenalinimBlut, wenn sie vor heimischem Publikum fahren“ lautete die Erklärung von Hansi Eggert für diese beeindruckende Präsenz. Am meisten zu leiden unter dem rasanten Tempo hatte der mit Trainingsrückstand an den Start gegangenen Kaase. Der Bielefelder musste von Anfang an am Schluss des Feldes kämpfen, um den Kontakt zu halten. Am Ende sprang er sogar noch auf Rang elf und hatte mit Schrittmacher Christian Dippel wertvolle Erfahrungen für die Derny-DM Mitte August in Hannover gesammelt. Andreas Jung zeigte sich in den ersten Runden vorne. „Es ist toll, mit den Profis zu fahren“, sagte der frühere Bundesligafahrer, der in seiner ersten Karriere für die RSG Harsewinkel schon einmal mit dem Derny durch die Gütersloher Nacht gerauscht war. Am Freitag schlug sich der Sprintspezialist als Neunter äußerst wacker. Das Gros seines Trainings absolviert Jung übrigens bei der Fahrt zwischen seinem Wohnort Dortmundund der 50 Kilometer entfernten Arbeitsstelle in Münster. Stefan Wittwer war ein Paradebeispiel für die erstaunliche Klasse der Masterfahrer. „Nicht schlecht für einen alten Mann“, lachte der Stukenbrocker, nachdem er als Sechster sogar Vorjahressieger Christoph Dargatz hinter sich gelassen hatte. Von den anderen Masters-Finalisten lag nur der Führende der deutschen Rangliste, Rainer Beckers, als bärenstarker Vierter noch vor ihm. Zur Rennmitte hatte Wittwer mit hängender Zunge sogar attackiert und war dem Feld kurz davongefahren. „Das ist jetzt aber kein Kindergeburtstag mehr – das ist richtiger Radsport“, kommentierte der immer ganz nah am Geschehen moderierende Peter Rohde diesen Ritt. Wittwers Urteil über das ungewöhnliche Konzept der Veranstaltung mit dem einzigartigen Duell zwischen Alt und Jung: „Das war mal ganz lustig.“ Paul Voigt hatte fünf Runden vor Schluss auf die Tube gedrückt und führte das Feld zusammen mit dem Gütersloher Schrittmacher Frank Schiffner auch noch eingangs der letzten Runde an. „Meine Sprintqualitäten sind ja bekannt“, erklärte der groß gewachsene Ausreißertyp mit ironischem Unterton seine Taktik. Die ging auf. Nachdem er 2008 Sechster geworden war, fightete er sich jetzt auf Rang drei. „Damit bin ich voll zufrieden“, sagte der aus Melle stammende und jetzt in Jöllenbeck lebende Voigt. Für ihn zahlte sich aus, am Wochenende vor Pfingsten auf Rennen verzichtet und sich („Mit drei harten Trainingseinheiten“) ganz auf die „Nacht“ konzentriert zu haben. Er verabschiedete sich nach vielen Jahren also mit einer „kleinen Sensation“ (Eggert) von seinem „Wohnzimmer“. Im August muss der Mathematiker der Universität Bielefeld im Rahmen seines Promotionsstipendiums für einige Wochen nach Peking („Da kann man nicht so gut trainieren“),imOktober soll er zum ersten Mal Vater werden. Mit deftiger „Sportlerkost“ – Bratwurst und Pommes weiß–holte sich Paul Voigtnach der Siegerehrung gegen Mitternacht die Körner für sein zweites Pfingstrennen am Samstag in Steinfurt: Bei dem 60-Kilometer- Kriterium kam er aber nicht in die Top-20. Auch Lucas Liss trat in Steinfurt wieder in die Pedale (Rang vier), doch sein Triumph in Gütersloh war ein spezieller Markstein. „Mein erster Sieg in diesem Jahr“, atmete der 22-jährige Profi aus Bergkamen erleichtert auf: „Ich hoffe, damit meine Pechsträhne durchbrochen zu haben.“ Seit einem heftigen Sturz bei der „Baltic- Chain-Tour“ in Estland im August 2013 hatte ihm zugegebener Weise „physisch und psychisch etwas gefehlt.“ Bestens gelaunt sprach der EuropameisterundWeltcup- Sieger von 2012 im Omnium wieder offen von seinen großen Plänen: „Ich will mir den Weg ebnen für Rio 2016.“ Der Youngster weiß, wovon er spricht: 1972 nahm sein Vater Lucjan Lis für Polen an den Olympischen Spielen in München teil.

 
 
 
 
Neues Konzept: Mehr Sicherheit, weniger Rundstrecke

Gütersloh (zog). Wer beim Radfahren zu lange mit dem Treten aussetzt, wird überholt und fällt am Ende um. Genauso ist der Radsportverein (RSV) Gütersloh auch als Veranstalter seines traditionsreichen Abendradrennens, der Volksbank-City-Nacht, stetig darum bemüht, flexibel und innovativ zu sein. Folglich ist die in zwei Wochen, am Pfingstfreitag, startende 36. Auflage der Radnacht von vielen Änderungen und einem neuen Konzept geprägt.
Da es in den letzten zwei Jahren zu Stürzen und der Sicherheit geschuldeten Unterbrechungen des Rennens gekommen war, verzichtet der RSV Gütersloh in diesem Jahr auf ein "klassisches" Rundstreckenrennen der Klassen KT A/B. Stattdessen fahren zwölf Starter (darunter zwei
RSVer) 25 Runden hinter Dernys. Die besten sechs davon treten um 22 Uhr zum großen Derbyfinale gegen die sechs besten des zuvor gestarteten Master (Senioren)-Rennens - ebefalls mit RSV-Beteiligung - gegeneinander an und ermitteln dort den Sieger der Nacht. Viele kurz(weilig)e, halbstündige Blöcke, darunter ein Schüler- und ein Jugendrennen mit den starken RSV-Nachwuchsfahrern, prägen die Veranstaltung. So bietet die "Nacht" mehr Sicherheit, mehr Spektakel, aber weniger Radsport in der bisherigen Weise.
Ob die Radrennfahrer am 6. Juni überhaupt auf der bisherigen 1-km-Runde unterwegs sind, entscheidet die Stadt Gütersloh nach einer letzten Beurteilung der aktuellen Baumaßnahmen am Stohlmannplatz. "Wenn dort nichts gravierend Negatives mehr passiert, klappt das. Ansonsten haben wir einen Plan B in der Schublade", dankt RSV-Geschäftsführer und Rennorganisator Hansi Eggert der Stadt für ihre sehr "lösungsorientierte und kompromissbereite" Zusammenarbeit.

Stefan Herzog
Lokalsport Gütersloh
Zeitungsverlag DIE GLOCKE





Der Zeitplan für die Volksbank-City-Nacht 2014:

R. 1: Fette-Reifen-Rennen  3 Rd. =3 km  Talent-Sichtung Start: 19:30 Uhr  
Rd.länge: 1,0 KM,
Strecke: Berliner-, Köker-, Kaiser-, Kirch-, Münster-, Berliner-Straße; 
Startberechtigt: Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre; Ehreng.: 10 Urkunden / Ehrengaben; 
Bem.: Start mit Vorgabe durch WAV je nach Alter und Fahrradtyp 

R. 2:  Master 2 über 25 Rd. =25 km Derny-Rennen Start: 19:45 Uhr  
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; 
Bem.: Derny-Rennen für 12 Fahrer nach Wahl - nur diese erhalten eine Bestätigung! Die ersten 6 qualifizieren sich für das Finale

R. 3: Schüler U15 über 20 Rd. =20 km  Rundstreckenrennen Start: 20:15 Uhr  
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; 
BITel-Schüler-Race 

R. 4:  Elite KT und A-/B-Klasse über 25 Rd. =25 km Derny-Rennen Start: 20:45 Uhr  
Rd.länge: 1.0 KM; Strecke: wie R1; 
Bem.: Derny-Rennen für 12 Fahrer nach Wahl - nur diese erhalten eine Bestätigung! Die ersten 6 qualifizieren sich für das Finale 

R. 5.1: Junioren U19 über 25 Rd. =25 km Rundstreckenrennen Start: 21:20 Uhr  
R. 5.2: Jugend männlich U17 über 20 Rd. =20 km Rundstreckenrennen Start: 21:20 Uhr  
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; 
BITel-Jugend-Race, Gemeinsamer Start - getrennte Wertung 

R. 6: Finale der Volksbank-City-Nacht über 25 Rd. =25 km Derny-Rennen Start: 22:00 Uhr  
Rd.länge: 1,0 KM; Strecke: wie R1; 
Derny-Finale für die jeweils ersten 6 Fahrer der Vorläufe - keine getrennte Wertung!

 

VOLKSBANK-City-Nacht

Startaufstellung Derny-Vorlauf Master

 

1) Schrittm: Schiffner, Frank

Nr. 1 Helmer, Guido – RSV Gütersloh

 

2) Schrittm.:Acker, Matthias

Nr. 2 Slavik, Viktor  - KMO-Master-Cycling Team​

 

3) Schrittm: Dippel, Andre

Nr. 3 Danner, Erik – Compression-X Master Team

 

4) Schrittm.: Bäuerlein, Peter

Nr. 4 Grünefeld, Jörg – RV Blitz Spich

 

5) Schrittm: Straßmann, Carsten

Nr. 5 Hüttenhain, Sascha – RSC Betzdorf

 

6) Schrittm.:Rellensmann, Thorsten

Nr. 6 Marschall, Uwe – Team-ME Mettmann

 

7) Schrittm.: Rellensmann, Lars

Nr. 7 Meeßen, Frank – Team HyBauTec Masters

 

8) Schrittm.:Gessler, Gerd

Nr. 8 Wittwer, Stefan – RSV Gütersloh

 

9) Schrittm.:Taube, Wolfgang

Nr. 9 Riha, Vladi – VC Vegesack

 

10) Schrittm.: Dippel, Christian

Nr. 10 Beckers, Rainer – Team Erfurt Rauhfaser-Corratec

 

11) Schrittm.: Kirchner, Karsten

Nr. 11 Voss, Marcus – RSV Unna

 

12) Schrittm.: Harter, Sven          

Nr. 12 Jung, Andreas – RSV Gütersloh

 

 

VOLKSBANK-City-Nacht

Startaufstellung Derny-Vorlauf Elite KT/AB

 

1) Schrittm: Dippel, Christian

Nr. 21 Kaase, Moritz – Volvo Markötter Team, Gütersloh

 

2) Schrittm.: Harter, Sven

Nr. 22 Hepprich, Falk-Sebastian – Regio Team SF

 

3) Schrittm: Gessler, Gerd

Nr. 23 Lange, Stefan – Bike Market Team

4) Schrittm.: Rellensmann, Lars

Nr. 24 Lütters, Frank – RV Blitz Spich

 

5) Schrittm: Taube, Wolfgang

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