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07.09.2015

30.08.2015 Wittwer 3. Senioren-WM St. Johann, Hodapp Dt.-Vize-MS mit NRW-Vierer.

Gütersloh (man). Die Radrennfahrer des RSV Gütersloh haben ihre Erfolgsserie bei Deutschen und Internationalen Meisterschaften am Wochenende eindrucksvoll fortgeschrieben. Bei den Senioren-Weltmeisterschaften im österreichischen St. Johann sprintete Stefan Wittwer auf den dritten Platz und war anschließend ziemlich beeindruckt. „Das war schon ein tolles Saison-Highlight und das ganze drum und dran wie die die Siegerehrung aufgezogen haben, war schon klasse“, schwärmte Wittwer. Nicht weniger beeindruckt war Johannes Hodapp. Der 15-jährige Stukenbrocker kurbelte mit dem Straßen-Vierer des NRW-Landes-Verbandes bei den Deutschen Meisterschaften im Vierer-Mannschaftszeitfahren in Genthin (Sachsen-Anhalt) über 40 km in der Altersklasse Jugend U17 zur Deutschen Vize-Meisterschaft und freute sich Anschließend über die Einladung des BDR zu einer Rundfahrt nach Luxemburg.

Auf dem dreimal zu durchfahrenden 38 km langen Rundkurs im Salzburger Land bei St. Johann legten die Seniorenfahrer (Klasse 3) trotz der langen Renndistanz von 112 km von Beginn an ein hohes Tempo vor und nach dem ersten, gut zweieinhalb Kilometer langen Anstieg zur Huberhöhe setzten sich der Bulgare Siarhei Kulikou und der Italiener Stefano Gabriielli ab. Als der Vorsprung des Duos immer größer wurde, setzte NRW-Vize-Meister Stefan Wittwer (RSV Gütersloh) mit Michael Schäfer (4., Deutschland) und Fabio Zambon (Italien) nach. Nach gut 20 km hatte das Trio die beiden Ausreißer eingeholt und vergrößerte den Vorsprung auf das Hauptfeld auf zwischenzeitlich vier Minuten. „Ich hatte schon Bedenken ob das gut geht, dass wir so früh gefahren sind, aber wir haben in der Spitzengruppe einfach super harmoniert, haben uns nach den Anstiegen immer sofort gesammelt und gleich wieder Speed aufgenommen“, erklärte Wittwer. So schaffte es bei hochsommerlichen Temperaturen auch eine neunköpfige Verfolgergruppe nicht den Rückstand auf die Spitzen entscheidend zu verkleinern. Nach gut 95 km „Flucht“ in der Spitzengruppe setzten im Finale die taktischen Spielchen ein und eine Attacke jagte die andere. Auf der langen Zielgeraden kamen die fünf dann jedoch fast geschlossen an. „Die Italiener waren heute einfach schneller. Die hatten mehr Feuer in den Beinen“, zeigte sich Wittwer als guter Verlierer. Mit Fabio Zambon konnte sich zudem ein Ex-Senioren-Weltmeister den Titel sichern. „Zambon kannte ich noch von früheren Teilnahmen und den hatte ich auch auf meiner Rechnung“, erklärte Wittwer, der mit seinen Plätzen acht, neun und 15 eine bisher glänzende WM-Bilanz aufzuweisen hat. Vize-Weltmeister wurde der Italiener Stefano Gabrielli und Vierter der Deutsche Michael Schäfer. „Uns haben im Zielsprint immer eine knappe Radlänge getrennt“, so Wittwer.

Eine schweisstreibende Höchstleistung waren die Deutschen Meisterschaften der Nachwuchsklassen im Vierer-Mannschaftszeitfahren in Genthin (Sachsen-Anhalt). Bei hochsommerlichen Temperaturen legte der NRW-Vierer in Besetzung Johannes Hodapp (RSV Gütersloh), Per Christian Münstermann (SGR Düsseldorf), Constantin Tenbrock (RC Bochlt) und Jon Knolle (RSV Unna) auf dem zweimal zu durchfahrenden 20 km langen windanfälligen Rundkurs in Sachsen-Anhalt ein hohes Anfangstempo vor und legten die ersten 20 km mit einem 46er „Schnitt“ in 26 Minunten zurück. „Das hat super geklappt, weil wir das Mannschafts-Zeitfahren auch zweimal vorher trainiert hatten“, berichtete NRW-Meister Hodapp. Auf der zweiten Runde machte sich die Hitze auf den Abschnitten in der prallen Sonne jedoch immer mehr bemerkbar, zumal Hodapp nichts mehr zu trinken hatte. „Auf den letzten fünf Kilometer haben wir das Tempo dann noch einmal angezogen, was dann wirklich weh tat, zumal das letzte Stück über Kopfsteinpflaster führte“, berichtete Hodapp von einem ganz harten Rennen. Die Tempoverschärfung sollte sich für den NRW-Nachwuchs aber auszahlen. Um 0,4 Sekunden wurde die Auswahl aus Berlin auf den dritten Platz verwiesen. Dafür gab es am Titelgewinn für Queidersbach nichts zu rütteln. Nach 40 km hatte das Team aus Rheinland-Pfalz 28 Sekunden Vorsprung auf den NRW-Vierer, der ganz überraschend, aber verdient zur Deutschen Vizemeisterschaft raste.