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19.09.2008

Dr. Jens Hinder ist in Belgien Weltmeister der Ärzte geworden

Gütersloh (man). Eine Woche nach seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften der Ärzte ist der für den RSV Gütersloh fahrende Radrennfahrer Dr. Jens Hinder in Belgien nahe Lüttich auch Weltmeister der Ärzte geworden. Auf dem schweren, windanfälligen 10 km-Rundkurs (100 km) mit zwei 15-prozentigen Schlussanstiegen sicherte sich der 40-jährige im Massenspurt des auf 80 Rennfahrer zusammengeschmolzenen Feldes nach 2004 zum zweiten Mal den Weltmeistertitel mit deutlichem Vorsprung. „Das war mit Abstand mein bestes Rennen in diesem Jahr. Das lief richtig gut“, freute sich Hinder nach seinem Erfolg.

Dabei sah es am Start gar nicht nach dem zweiten Erfolg des für den RSV Gütersloh fahrenden Rennfahrers aus. Das Feld der 180 Starter war mit vier Kontinental-Profis des belgischen Marco-Polo-Teams und dem belgischen Seniorenmeister stark besetzt. Doch auf dem schweren Rundkurs mit seinen zahlreichen Anstiegen konnte sich angesichts des starken Winds keine Gruppe entscheidend absetzen. Als das stark dezimierte Hauptfeld geschlossen in die Schlussrunde ging orientierte sich Hinder immer weiter nach vorne. „Ich habe mich voll auf den Massenspurt konzentriert und bin der letzten Runde keine Attacke mehr mitgegangen“, erklärte Hinder. Erst als ein Holländer am vorletzten Anstieg attackierte sprang der 40-jährige RSVer mit. „Der Holländer war aber so schnell, da hab ich gedacht, das Tempo halte ich keine 100 m durch“, war Hinder beeindruckt. Auf der kurzen Abfahrt zwischen den Bergen übernahm Hinder die Führung und distanzierte im Schlussanstieg mit einer großen Übersetzung die Konkurrenz. „Eigentlich war die Übersetzung 53/16 für den steilen Schlussanstieg zu dick, aber ich hatte so einen Schwung drauf und hab mir gedacht, nicht mehr schauen nur noch treten und dann hat es irgendwie geklappt. Eigentlich hatte ich immer noch mit den Profis von Marco-Polo-Team gerechnet“, freute sich der Mannschaftsarzt des RSV Gütersloh, der an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf angestellt ist, über die richtige Taktik im Finale.