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05.06.2018

Moritz Kaase gewinnt vor tausenden von Zuschauern den 2. Lauf beim „Leineweberpreis“ auf der Bielefelder Radrennbahn

Gütersloh (man). Die Radrennfahrer des RSV Gütersloh konnten am Wochenende auf der Bielefelder Radrennbahn beim Leineweberpreis vor mehreren tausend Zuschauern überzeugen. In der Schülerklasse U15 gewann Henri Appelbaum das aus den drei Disziplinen unbekannte Distanz, Punkte- und Ausscheidungsfahren bestehende Omnium und Moritz Kaase biss trotz eines geschwollenen Knöchels, Wunden am rechten Schenbein und der Ferse auf die Zähne und sorgte als Zweiter im Steherrennen an der Rolle von Schrittmacher Matthias Acker hinter dem amtierenden Europameister Franz Schiewer (RK Endspurt Cottbus) für eine feine Überraschung. „Jetzt muss ich aber meine Wunden pflegen“, verabschiedete sich Kaase nach dem Rennen mit einer blutenden Ferse in die Wettkampfpause. Den Durchmarsch von der C- in die Elite-A-Klasse scheint für den 19-jährige Jungamateur Philipp Globisch nur noch Formsache zu sein. Beim B/C-Rennen in Wegberg sprintete der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ aus einer neunköpfigen Spitzengruppe hinter Sieger Lars PiekenBrinck (SG Radschläger Düsseldorf) und Michael Eilting (RSV Friedenau Steinfurt) auf den dritten Platz. Globisch fehlt angesichts der vierten Platzierung in der B-Klasse nur noch eine Platzierung unter den ersten Zehn für den Durchmarsch in die Elite-A-Klasse. „Wir haben uns zur Rennmitte abgesetzt“, schilderte Globisch die entscheidende Situation im Rennen.

Für Moritz Kaase war der über drei Läufe von je 20 km Länge führende „Leineweberpreis“ auf der Bielefelder Radrennbahn eine schmerzhafte Angelegenheit. Zu den „Schmerzen“ im Oberschenkel machten dem 24-jährige Bielefelder die Blessuren nach dem Sturz beim Kriteriumsradrennen in Borsum zu schaffen. Dabei hatte sich der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ eine Knöchelverletzung mit Schwellung im rechten Sprunggelenk sowie Prellungen und Abschürfungen am rechten Schienbein und Ferse zugezogen. „Laufen geht gar nicht. Radfahren ist noch am angenehmsten“, erklärte der RSVer. Mit Schrittmacher Matthias Acker lies sich Kaase im Rennen aber nichts von der Verletzung anmerken und bot dem Europameister Franz Schiewer sowie Daniel Harnisch (Leipzig) Paroli. Dennoch reichte es im ersten Vorlauf nur zu Platz drei hinter den beiden Favoriten. Im zweiten Durchgang stürmte Kaase mit Schrittmacher Acker spät an die Spitze und überraschte Schiewer und ... mit der Attacke. Mit dem Sieg im zweiten Lauf schien im dritten Durchgang sogar der Gesamtsieg möglich, doch die Verletzung in der Ferse brach auf und Kaase musste Druck vom Pedal nehmen. Die Chance nutzten Schiewer und Harnisch um einen Rundengewinn herauszufahren. Als Dritter rettete Kaase aber den zweiten Platz hinter Europameister Schiewer ins Ziel. „Angesichts der Verletzung hatte ich mit diesem guten Ergebnis nicht gerechnet“, freute sich Steher-Spezialist Kaase nach den drei Durchgängen.

Die Senioren des RSV Gütersloh drehten derweil ihre Runden „12. Wegberger Grenzlandrennen“ auf der Straße. Drei Runden vor Schluss Daniel Bojko nachdem er zuvor mehrfach erfolglos attackiert hatte die entscheidende Attacke von Sieger Dirk Trautmann (Adam Donner Master Racing Team) und Norman Jansen (Just for the Glory Master Racing Team). Im Sprint des auf Platz drei liegenden Hauptfeldes sprintete Bojko hinter dem in der BDR-Rangliste Führenden Rainer Beckers (Adam Donner Master Team) und dem Deutschen Ex-Meister Hardy Zimmermann (Squadra Ciclismo Colonia) auf den fünften Platz. Bei den Frauen traf Seriensiegerin Lydia Wegemund bei der 104 km langen Main-Spessart-Rundfahrt in Karbach auf starke Konkurrenz und wurde 16. Damit verlor die 32-jährige Wegemund auch ihre Führung in der BDR-Rangliste an die frisch gebackene Deutsche Bergmeisterin Carolin Dietmann (RSC Kempten), die Dritte wurde.