Das dritte DT Swiss Burggrafen Race des RSV Gütersloh bot hochklassigen Sport und spannende Rennen
Stromberg/Gütersloh (man). Das dritte DT Swiss Burggrafen Race des RSV Gütersloh im Oelder Ortsteil Stromberg hatte wirklich alles zu bieten. Von der Bambini bis zur Masterklasse bekamen die zahlreichen Zuschauer bei Start und Ziel auf der. ... Straße sowie auf der Bergwertung am Witte Weg hochklassigen Sport und spannende Rennen geboten. Dazu eine launige Unterhaltung der drei Moderatoren Henning Tonn, Hartmut Kleinebenne und ... und dazu eine starke aktive Mannschaft des ausrichtenden RSV Gütersloh, die in fast allen Rennen vorne mitmischte. ?Wir sind sehr zufrieden mit dm Verlauf der Veranstaltung?, zog RSV-Vize-Präsident Richard Riepe im Gespräch mit Moderator Henning Tonn ein positives Fazit. ?Mit über 300 Teilnehmern kommen wir auch bald an unsere Kapazitätsgrenzen?, so der RSVer. Viel Lob gab es zudem von den hochkarätigen Fahrern, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. ?Das ist ein richtig cooles Rennen und hat richtig Bock gemacht. Wirklich super besetzt und tolle Fahrer?, schwärmte Moritz Mauss, der vor zwei Wochen noch die Deutschland Tour bestritten hatte. Der 19-jährige Düsseldorfer zweifache U19 Vize-Weltmeister auf der Bahn war als Fahrer des UAE Team Emirates GenZ das Aushängeschild in einem erlesenen Starterfeld der Eliteklasse und war direkt aus einem einwöchigen Lehrgang mit der Deutschen Nationalmannschaft nach Stromberg gereist.
Bei der Startaufstellung sorgte Mauss dann für die erste Schrecksekunde. Nach einer morgentlichen zweistündigen Trainingsfahrt streikte die Schaltung an dem ?Edel-Renner?. Mit einem frischen Akku und zwei Minuten Startverzögerung reihte sich der UAE-Fahrer dann aber gleich vorne ein und deutete an, dass mit ihm zu rechnen ist. Die entscheidende Attacke des tempofesten Semiprofis Sebastian Niehues (Team KernHaus) in der dritten Runde verpasste der 19-jährige aber. Zusammen mit dem Gütersloher Alexander Hötte und zwei weiteren Fahrern nahm Maus die Verfolgung auf und hielt den Abstand auf der schweren 4,5 km langen Runde drei Runden bei unter 100 m, doch die Verfolger arbeiteten nicht richtig zusammen. ?Ich hätte die Lücke zufahren können, aber ich wollte die Arbeit nicht alleine machen um dann zu riskieren, das ein anderer drüber geht?, erklärte Maus, der am Vortag vier Stunden im Regen trainiert hatte. Weil aber Niehues und Vorjahressieger Jacob Peter Hess dem starken Gegenwind auf und bei der Anfahrt zur Bergwertung auf dem Witte Weg trotzten und Maus seinen Mitstreitern bis auf dem RSVer Alexander Hötte die Puste ausging, wurde die Lücke irgendwann immer größer und wuchs auf über eine Minute an. Mauss und Hötte brachen ihre Verfolgung ab und ließen sich in das in drei Gruppen völlig zerpflückte Hauptfeld zurückfallen. Damit war klar, dass der Vorjahressieger Jacob Peter Heß und Sebastian Niehues den Sieg unter sich ausmachen würden.
Auf der vorletzten Runde sorgte Niehaus für klare Verhältnisse und?stellte? seinen Begleiter auf der Windkante bei starkem Seitenwind ab. Mit einem Solo fuhr der Kern-Haus-Fahrer verdient zum Sieg und sicherte sich auch noch die gut dotierte Beckhoff-Bergwertung ?Es läuft wieder richtig gut?, strahlte der 27-jährige Münsteraner Maschinenbaustudent im Ziel zufrieden. Bei einem Sturz bei der Oder-Rundfahrt hatte sich der SemiProfi die Elle im linken Unterarm gebrochen und konnte sechs Wochen nur dosiert auf der Rolle trainieren. ?Ich bin dann viele Intervalle gefahren?, erklärte der Seriensieger, der erst seit zwei Wochen wieder auf der Straße trainiert. Dem hatte Vorjahressieger Heß in der entscheidenden Situation nichts entgegenzusetzen. ?Trainingstechnisch bin ich noch ausbaufähig. Ich habe gerade einmal 5.000 Trainingskilometer in diesem Jahr absolviert?, erklärte der 24-jährige Münsteraner Medizinstudent. Bestens zufrieden war derweil auch Alexander Hötte. Im Finale sah der RSVer noch wie der sichere Drittplatzierte aus, doch auf den letzten 100 m wurde der RSVer wieder vom Feld gestellt und übersprintet. ?Die Zielkurve hatte ich mit etwas mehr Schwung genommen und Johannes Hodapp hatte die Lücke aufgehen lassen. Da habe ich alles rausgehauen und es schien lange so, als würde es klappen?, erklärte der Elitefahrer des RSV Gütersloh, der als Sechster für das beste Ergebnis aus RSV-Sicht sorgte. ?Das war ein hartes Rennen, aber jetzt habe ich wieder richtig Lust Rennen zu fahren?, schwärmte Hötte weiter, der nach einer Fußverletzung erst seit drei Wochen wieder im Training ist. Moritz Mauss konnte da nur zuschauen, wie die letzte Treppchenplatzierung vergeben wurde. ?Ich konnte die letzte Runde nur auf dem kleinen Kettenblatt fahren?, waren die Schaltprobleme wieder zurück. Dennoch zog der hochtalentierte Deutsche Nachwuchsfahrer, der sich derzeit auf die U23-Welt- und Europameisterschaften sowie die Luxemburg-Rundfahrt mit dem UAE-Profiteam vorbereitet, ein positives Fazit. ?Ich habe den ganzen Tag eine gute Belastung gehabt und es hat richtig Spaß gemacht. Vielleicht hätte ich im Anfang meinen Stiefel fahren sollen?, überlegte Mauss weiter. Als Elfter und 16. sorgten Moritz Kaase und Auftaktsieger Johannes Hodapp für ein starkes Abschneiden der RSVer in einem erlesenen Starterfeld.


